3. Damenmannschaft

Berichte der Saison 2006/07


Uwe Fechner

Spiel vom 05.05.2007

TuS Ickern - bhc    12 : 15 (4 : 6)

Zum Ersten....
und
Zum Letzten...


So Mädels - ihr habt es so gewollt und nu' isser da, der finale Bericht Saison 2006/2007. Leider wart ihr bei eurem Vorspiel nicht dabei, die Herren dafür auch nicht bei ihrem Nachspiel; aber dennoch habt ihr euch einen riesigen Abgang verschafft mit einem grandiosen Auswärtssieg. Dem Autor stellt sich die berechtigte Frage, warum wollt ihr aufhören??? Denn am mangelnden Einsatz, Spielwitz und/oder gar am Jahrgang kann es nicht liegen. Eurer Gegner wies auf dem Spielbericht nur eine Spielerin mit Jahrgang 196+ aus und alle anderen mit Jahrgang 198+! Okay, bei euch ist das Verhältnis umgekehrt, aber deshalb noch lange kein Grund die Handballschuhe dauerhaft auszuziehen.

Zum Spiel:
Bis auf ca. 8 Minuten ohne Torerfolg in Halbzeit II hatten unsere Damen den Gegner kämpferisch und spielerisch im Griff mit einem überzeugenden Abwehr- und Angriffsspiel. Frau war dem TuS immer einen Schritt voraus bis auf besagten Hänger in Halbzeit II, in dem frau ein 6 Tore Polster bis auf 3 Tore entschlackte. Der bhc konnte sich wieder fangen, eine Schippe nachlegen und die Castroper Jungspundinnen auf einen verdienten 3 Tore Abstand halten. Namentlich eine Spielerin hervor zu heben verbietet mir der Anstand - na ja fast, denn Erwähnung findet hier Silke mit ihren Treffern aus dem Rückraum und ihrem ‚coming out' als ‚shooter'! Selbst die verbrauchte Luft in der Halle brachte den bhc Angriff nicht zum Stoppen und die Trainerin konnte sich sogar über die blitzsaubere Umsetzung des ‚Nullers' freuen - auch mal 'was Schönes so zum Abschluss. Die guten Leistungen der Torfrauen krönten ein gelungenes Handballspiel.

Fazit: Mädels soll das wirklich alles gewesen sein, für immer? Wirklich? Das Renteneintrittsalter ist doch auch angehoben worden auf 67!

Nun denn, viel Spaß bei eurer Abschlussfahrt und bleibt dem bhc treu ob passiv oder aktiv, denn
"...niemals geht man äh frau so ganz..."



Roland Kosik

Spiel vom 10.03.2007

VfB Günnigfeld - bhc    11 : 10 (4 : 6)

Es spielten: Steffi, Gaby, Birgit Ronge (1/1), Birgit Kupka (1), Birgit Fleckes (2/2), Silke (4), Denise, Ohmi (2), Erna, Helke

Zuerst das (leider) einzig Positive: Steffi hat über 60 Minuten wirklich klasse gehalten, unter anderem 2 Siebenmeter. Leider wurden 3 Gegentore von der Abwehr dermaßen unglücklich abgefälscht, dass sie keinerlei Chance hatte, an den Ball zu kommen. Ansonsten, wer gedacht hatte, dass man das Erlebnis von Donnerstag nicht noch überbieten könnte, wurde leider eines besseren belehrt.

Zum Spielverlauf: eigentlich begann es nicht schlecht, schnelles 0:1 durch Ohmi und dann immer eine Führung (Ausnahme 4:4 in der 19. Minute) bis zur Halbzeit (4:6). Aber schon hier war bedenklich, dass nach dem 1:3 durch Birgit Kupka in der 7. Spielminute nur noch dreimal durch Silke (11., 22. und 25. Minute) Tore erzielt werden konnten. Der Beginn der zweiten Halbzeit wurde völlig verpennt, Günnigfeld ging bis zur 37. Minute mit 7:6 in Führung. Wahrscheinlich hatte man das Spiel bis zu diesem Zeitpunkt gedanklich schon sicher gewonnen. Am Kreis wurde Claudia (nachträglichen herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag 30 j) schmerzlich vermisst. Die Torerfolge beschränkten sich von Minute 25 bis zur 54. Minute auf gerade mal zwei verwandelte Siebenmeter von Birgit Fleckes. Etwas Hoffnung gab es dann noch, als Ohmi und Silke aus dem 10:8 noch ein 10:10 machen konnten. Aber leider wurde in der letzten Minute bei einem eigentlich ungefährlichen Angriff von Günnigfeld dann noch einmal auf Kollektivschlaf umgeschaltet, so dass am Ende das Ergebnis von 11:10 zustande kam.

Dieser Bericht soll auch eine Anregung zur angebrachten Selbstkritik sein. Spaßhandball ist nicht schlecht, aber wenigstens ein bisschen mehr Leistung und vor allem Einsatz wäre angebracht gewesen. Trotz der sich abzeichnenden Niederlage war kein rechtes Aufbäumen ersichtlich, sondern eher eine gewisse Resignation. Das Siegtor von Günnigfeld durfte nicht fallen, diesen Wurf muss man verhindern wollen. Herzlich willkommen in der Kreisklasse!



Roland Kosik

Spiel vom 08.03.2007

VfL Niederwenigern - bhc    21 : 10 (12 : 7)

Es spielten: Gaby, Birgit Ronge (5/4), Birgit Kupka (1), Birgit Fleckes (1), Silke (2), Denise, Ohmi, Claudia (1), Erna, Ute, Helke

Kein Kommentar, denn die dritte Damenmannschaft des Bochumer HC’s fand heute Abend nicht statt.



Roland Kosik

Spiel vom 04.02.2007

bhc - VfL Hüls    14 : 14 (6 : 9)

Es spielten: Gaby, Steffi, Birgit Ronge (6/2), Birgit Kupka (5/2), Birgit Fleckes (1), Silke (1), Claudia (1) Denise, Helke, Ohmi, Erna,

Am Ende ein verdientes und gerechtes Unentschieden. Zur Halbzeit stand es zwischen Birgit Ronge (5 Tore plus einmal Birgit F.) gegen den VfL Hüls 6:9. Eigentlich ziemlich ärgerlich, da das Spiel bis dahin ausgeglichen war und Hüls nur kurz vor der Pause drei Tore in schneller Folge (25. – 28. Minute) erzielte. Grund war in dieser Phase eine leichte Nachlässigkeit in der Aufmerksamkeit. Also bitte daran denken, eine Halbzeit dauert 30 Minuten und nicht 25 (das war einmal vor langer, langer Zeit in der B-Jugend).

In der zweiten Halbzeit ein Blitzstart unserer Damen. Aus dem 6:9 wurde in kürzester Zeit ein 10:9. Man konnte den Eindruck haben, der Gegner wäre noch ein bisschen länger (zu mindest geistig) in der Kabine geblieben. Danach stand das Spiel die meiste Zeit über unentschieden, auch zum Schluss. Obwohl es in den letzten Sekunden noch einmal sehr eng wurde. Trotz eigentlich abgelaufener Spielzeit entschied der Schiedsrichter zur Verblüffung besonders des Zeitnehmers auf eine Nachspielzeit von 4 Sekunden, und das bei Ballbesitz der Hülser Damen. Aus diesen 4 Sekunden wurden dann auch noch fast 10 Sekunden, bis dem Kollegen in Schwarz dann doch noch einfiel, dass er allein das Spiel beenden musste, da die offizielle Uhr längst abgelaufen war. Aber die Damen hatten den einen (mehr als verdienten) Punkt sehr klug verteidigt.

Bemerkenswert war noch ein Rekord in diesem Spiel: Von 6 Siebenmetern für uns wurden sage und schreibe 5 !!!!!! verwandelt. So etwas gab es, glaube ich, noch nie.



Roland Kosik

Spiel vom 21.01.2007

TV Datteln - bhc      10 : 13 (7 : 6)

Es spielten: Gaby, Birgit Ronge (2), Birgit Kupka (2/1), Birgit Fleckes, Silke (3), Denise (1), Ohmi (1), Claudia (3), Erna, Helke (1), Daniela

Dieser Sieg war dringend nötig (Datteln hatte vorher als unmittelbarer Tabellennachbar 4 Pluspunkte mehr auf dem Konto, jetzt nicht mehr!). Und er war auch mehr als verdient. Herzlichen Glückwunsch, Mädels!

In der 1. Halbzeit war das Spiel fast ausgeglichen, wir mussten allerdings immer einer 1 – 2 Tore Führung der Heimmannschaft hinterherlaufen. Hier zeichnete sich besonders Silke aus, die ihre drei Tore in diesem Spielabschnitt erzielte, davon allein 2 in der 9. Minute. Diese beiden Treffer waren enorm wichtig, da dadurch die 3:1 Führung von Datteln ausgeglichen wurde und so kein größerer Rückstand entstehen konnte.

In der 2. Halbzeit gerieten wir beim 8:7 und beim 10:9 nur noch zweimal in Rückstand. Dieses 10. Tor von Datteln fiel in der 38. Spielminute, danach war absolute Flaute beim Gegner. Wobei der Begriff Gegner eigentlich falsch war, da es ein sehr faires Spiel gegen eine sympathische Mannschaft aus dem nördlichen Kreisgebiet war. Es gab im gesamten Spiel nur zwei gelbe Karten, beide allerdings nur wegen Meckerns und beide gegen Datteln. Wobei eine auch noch an den Trainer ging und erst in der 47. Minute gezeigt wurde. Übrigens der Trainer. Nachdem unsere Mädels zwischen der 45. und 51. Spielminute das Ergebnis von 10:9 auf den Endstand von 10:13 schraubten (in den letzten neun Minuten fiel überhaupt kein Tor mehr), war Markus Schilling dermaßen verzweifelt, frustriert, rat- und hilflos, dass er Else eine nicht geringe Geldsumme (oder zumindest ein alkoholhaltiges Getränk) anbot, damit sie ihm ihre grüne Karte zur Verfügung stellen sollte. Aber Else blieb standhaft. Am Ende war der Sieg hochverdient und lässt auf mehr hoffen.

P.S. Running Gag: Es gab wieder was Leckeres zu essen. Sch..., wieder ein Kilo zugenommen.



Roland Kosik

Spiel vom 14.01.2007

bhc - SV Teutonia Riemke 3       13 : 14 (8 : 8)

Es spielten: Gaby, Steffi, Birgit Ronge (4/1), Birgit Kupka (2), Birgit Fleckes (2/1), Silke (1), Ohmi (1), Claudia (3), Denise, Erna, Helke, Daniela

Ein Traumstart unserer Mädels!!!!! Kein lebender Anhänger der dritten Frauenmannschaft kann sich daran erinnern, solch einen Spielbeginn jemals erlebt zu haben: nach 10 Sekunden 1:0 durch Birgit Ronge, nach 40 Sekunden 2:0 durch Claudia, nach 100 Sekunden 3:0 durch Silke!!!!!! Und dann beging der Schiedsrichter einen groben Regelverstoß: er pfiff das Spiel leider zu diesem Zeitpunkt nicht ab. Ein regeltechnischer Grund lag vor: das 3:0 zu diesem Zeitpunkt hochgerechnet würde ein Endergebnis von ungefähr 95:0 ergeben. Damit wäre der sportliche Sinn nicht mehr gegeben und ein Abbruch zu diesem Zeitpunkt wäre durchaus gerechtfertigt gewesen, um das Ansehen des Gegners zu retten.

Leider ging das Spiel weiter und wurde am Ende mit einem Tor verloren. Hätte dieses Ergebnis jemand vor dem Spiel vorausgesagt, wäre er ausgelacht worden, denn Riemke hatte dermaßen Respekt vor dem Ortsrivalen, dass man sich gezwungen sah, auf die langjährigen Bundesligaspielerinnen Ruta Bizine und Regina Pache zurückgreifen zu müssen. Aber dies ist leider unser Schicksal, mit fünf bis zehn Toren zu verlieren, wäre normal und in Ordnung gewesen, aber dann verlieren wir mit einem Tor, wie schon des häufiger diese Saison. Scheiße!

Hätten die Damen immer so gespielt, wären einige Punkte mehr auf der Habenseite. Es soll auch keine Entschuldigung sein, aber 8x Pfosten und Latte in der ersten und 4x in der zweiten Halbzeit sind zu viel. O.K., in der Schlussphase brachten auch die Riemker Spielerinnen mehrmals dieses Kunststück fertigt. Dabei gehört datt Runde in datt Eckige und nich an datt Eckige.

Der eigentliche Grund für die Niederlage war eine Schwächephase in der ersten Halbzeit, in der das Ergebnis von 3:0 über 4:2 und 6:3 von den Riemkerinnen leider auf 6:8 gedreht wurde. Innerhalb einer Minute konnten wir aber noch zum Halbzeitstand von 8:8 ausgleichen (2 sehr schöne Tore von Birgit Kupka, wobei das Ausgleichstor allein das Eintrittsgeld wert war: Birgit nahm einen millimetergenauen Pass auf und verwandelte eiskalt. Nur blöd für Riemke, dass dieser Pass von der eigenen Torhüterin kam. Man kann sagen, solch ein Tor sieht man nur alle hundert Jahre einmal). Nachdem Riemke gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zwei Tore hintereinander erzielte konnte, fielen die Tore immer abwechselnd, was dann allerdings zu dem Endstand von 13:14 führte, da die zwei Anfangstore nicht mehr aufgeholt werden konnten.

Die Niederlage war somit am Ende schon recht ärgerlich; objektiv muss aber gesagt werden, dass Riemke (auch nach deren eigener Ansicht) ein sauschlechtes Spiel abgeliefert hat.

Fazit: Zeigt in den nächsten Spielen häufiger eine solche Leistung wie in diesem Spiel, so habt ihr nichts mit dem Abstieg zu tun.



Roland Kosik

Spiel vom 17.12.2006

bhc - TuS Ickern       15 : 17 (8 : 10)

Es spielten: Gaby, Steffi, Birgit Kupka (3), Birgit Fleckes (2), Silke (3), Denise, Ohmi (1), Claudia (5/1), Erna, Helke (1)

Schade, die Niederlage tut etwas weh, weil durchaus die Möglichkeit bestanden hat, dieses Spiel zu gewinnen. Klingt jetzt blöd (2 Euro ins Phrasenschwein), aber wenn die Mannschaft immer so gespielt hätte, wären einige Punkte mehr auf unserem Konto. Diese beiden Punkte fehlen auch deshalb, weil sich der Abstand zum Viertletzten nicht verringert hat und immer noch 4 Punkte beträgt.

Zum Spielverlauf: eine schnelle Führung durch Claudia, die sich in den letzten Wochen immer mehr zur führenden Torjägerin gemausert hat. Danach mit 1:3 in Rückstand geraten und bis zur Pause trotz mehrfachen Gleichstandes doch wieder mit zwei Toren zurückgelegen. Im zweiten Spielabschnitt zeitweise mit vier Toren zurück, konnte das Spiel dann aber dankt jeweils zweier Tore von Birgit Kupka und Claudia nochmals sehr spannend gehalten werden (14:15 und 15:16). Leider gelang nicht mehr der Ausgleich und die Damen aus Ickern erzielten in der letzten Minute den 15:17 Endstand.

Sorry für diesen etwas nüchternen (und für meine Verhältnisse extrem kurzen) Bericht, aber diesmal gab es auch keine besonderen Ereignisse, bei denen sich eine journalistische und redaktionelle Aufarbeitung anbieten würde.

Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.

Roland



Roland Kosik

Spiel vom 10.12.2006

DJK Westf. Welper - bhc       18 : 21 (6 : 10)

Es spielten: Gaby Scheibel, Birgit Ronge (7/4), Birgit Kupka (2), Birgit Fleckes, Silke (4), Denise (1), Ohmi (1), Claudia (5), Erna (1), Helke

Na also, es geht doch noch! Manchmal hilft vielleicht auch ein provozierender, leicht zynischer Bericht. Den Mädels von Welper wurde ihre Weihnachtsfeier gründlich durch die Erkenntnis verdorben, dass sie gegen unsere dritte Mannschaft einfach nicht gewinnen können, die Ausnahme des letzten Jahres einmal nicht mitgerechnet. Von Anfang an ein von uns überlegen geführtes Spiel, das aus Sicht der Welperanerinnen nur zweimal unentschieden stand: beim 0:0 (Ha, Ha) und dann noch einmal beim 2:2. Ansonsten, Birgit Ronge stellte die gegnerischen Deckungsspielerinnen mit ihren Körpertäuschungen ein ums andere Mal vor unlösbare Probleme und verwandelte nervenstark alle 4 Siebenmeter, zu denen sie antrat. Claudia hat wahrscheinlich noch nie so konsequent ihre Rolle als Kreisläuferin ausgefüllt und war meist nur durch ziemlich rüde Fouls zu bremsen. Auch wenn diese beiden etwas herausragten, die gesamte Mannschaftsleistung war hervorragend, mit dieser Einstellung hätten auch die Schalkerinnen in der Vorwoche keine Chance gegen euch gehabt. 21 (!) Tore, an solch eine Ausbeute kann man sich kaum erinnern (Else erhielt von Ute eine SMS mit folgendem Wortlaut: „Geil, ihr seid gut, wer trifft denn auf einmal, so viele Tore, ich bin begeistert“).

Ein Wort noch zum Schiedsrichter. Ich weiß, dass er es besser kann. Aber an diesem Tag stand der Junge leider völlig neben sich. Nach Rücksprache mit Else und Andreas Bittcher, dem Trainer von Welper, habe ich mich in der Halbzeitpause in der Kabine unterhalten und versucht, ihn wieder aufzubauen. Er hat zu diesem Zeitpunkt auch seine Probleme selbst erkannt („Ich glaube, das Spiel gerät mir aus den Händen.“) und eingesehen. In der zweiten Halbzeit war seine Leistung dann besser oder zumindest akzeptabel. Man sollte den Jungen allerdings nicht zu sehr verdammen, jeder hat mal einen schlechten Tag. Vielleicht sollte der Kollege auch mal versuchen, ein Spiel zu leiten, ohne dass seine Mutter auf der Tribüne sitzt und doch erheblichen Einfluss auf ihn ausübt. Ich glaube, es ist mir auch gelungen, die Äußerungen der heimischen Zuschauer wenigstens ein bisschen eindämmen zu können. Das als äußerst kritisch und fachkundig bekannte Publikum in Welper hielt sich nach meiner Halbzeitansprache dann doch ein wenig zurück, kritisierte zwar noch die zugegeben schwache Leistung des Schiedsrichters. Die Kritik gipfelte aber nicht mehr in den vorher gezeigten Beschimpfungen. Man sollte nicht vergessen, das ein solch junger Mensch (der seine Unsicherheit mir gegenüber ja auch zugegeben hat), Unterstützung und sachliche Kritik braucht, die ihm auch weiterhelfen kann. Grundsätzlich halte ich es für falsch, einen jungen Menschen nach solch einer Leistung zu sehr niederzumachen.

Am schönsten und unterhaltsamsten war nach langer Zeit mal wieder ein Tor von Erna. Ablauf wie immer: Erna hat den Ball, weiß nicht so recht, wohin mit dem Ding, dann die Anweisung von der Trainerbank: „Die Spielzeit läuft ab, Erna, mach’ et!“ Und Erna macht. Weg mit dem Ball, grobe Flugrichtung gegnerisches Tor, völlig überraschte Torfrau, Tor. Datt Ding is’ drin zum Pausenstand von 10:6 für uns.

In der zweiten Spielhälfte wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut, betrug teilweise 6 Tore. Der Sieg geriet nie ernsthaft in Gefahr und war hochverdient. Dieser Erfolg sollte der Grundstein für weitere Erfolgserlebnisse sein.

P.S. Ich hatte gerade ein echt leckeres Mahl zum Abendessen: Schweinefilet mit Paprikagemüse und Nudeln, Else hat sich echt Mühe gegeben. Dadurch ist das gefühlte Übergewicht leider auf 11 Kilo angewachsen. Ach, Übrigens, Andre, die Idee mit den Essensgutscheinen ist auch nicht schlecht. Werde ich mir für die nächsten Niederlagen merken.

Noch ein P.S. Hallo Helke, jetzt fällt mir wirklich nichts mehr ein. Der Bericht ist ja nun auch lang genug.

Euer Zeitnehmer/Sekretär



Roland Kosik

Spiel vom 03.12.2006

bhc - FC Schalke 04       8 : 10 (6 : 5)

Es spielten: Gaby (1.Halbzeit), Steffi (2. Halbzeit), Birgit Ronge (2/1), Birgit Kupka (2/1), Birgit Fleckes (2/1), Denise (1), Claudia (1), Silke, Helke, Erna

Bis zur 13 Minute spielten die Mädels vom Bochumer HC wirklich super und führten nach 0:1 – Rückstand verdient mit 6:2!!!!

Unglaublicherweise war dieses Tor von Birgit Kupka nach 13 Minuten das letzte Feldtor für die Bochumerinnen. In den folgenden 47!!!!! Minuten schafften sie es, gerade noch 2 Siebenmetertore zu erzielen. Aber auch das hätte fast noch zu einem glücklichen Sieg gereicht (49. Spielminute, Spielstand 8:6 für Bochum). Unverständlich, dass danach das Handballspielen komplett eingestellt wurde und man den jungen Schalker Spielerinnen kampflos den Sieg schenkte. Ein bisschen mehr Einsatz wäre wünschens- und auch empfehlenswert gewesen. Als Zuschauer hatte man nicht den Eindruck, dass gewonnen werden wollte. Allein von der Linksaußenposition wurde gefühlte 50mal genau auf die Füße der sich nicht bewegenden Torhüterin der Gäste geworfen.

Im Grunde war die Leistung aller eingesetzten Spielerinnen enttäuschend. Auch die Überzahl (2 Zeitstrafen gegen Bochum, 4 Zeitstrafen gegen Schalke) wurde nicht genutzt. Hinzu kam noch die schon chronische Schwäche bei eigenen 7-Meter-Würfen; von 8 wurden lediglich 3 verwandelt. Positiv hervorzuheben bleibt eigentlich nur die gute Leistung von Steffi im Tor in der zweiten Spielhälfte, sonst hätte es eine wesentlich höhere Klatsche gegeben. Mädels, wenn ihr jetzt nicht langsam wach werdet, werdet ihr sang und klanglos den Weg in die Kreisklasse antreten. Wobei der Abstieg als solcher vielleicht gar nicht so schlimm wäre, aber wie man darauf hinsteuert, stimmt doch sehr bedenklich. Da es für einige die letzte Saison als aktive Handballerinnen ist, kann man doch ein bisschen mehr Engagement erwarten. Außerdem würde euer Zeitnehmer trotz seiner 10 Kilo Übergewicht gerne mal wieder am Sonntagabend ein leckeres Mahl zubereitet bekommen und nicht von einer völlig frustrierten Trainerin per Dosenkost abgefüttert werden. Also reißt euch endlich mal wieder zusammen, spielt Handball und gewinnt, denn die anderen sind nicht besser, höchstens jünger. Vor allen Dingen, sucht auch mal die Fehler bei euch selbst und nicht bei anderen (Schiedsrichter, Gegenspielerinnen, aber auch Mitspielerinnen).



Ulrike Kosik

"Englische Woche der Dritten"

18.11.2006
TG Ückendorf - bhc   23 : 11 (9 : 5)

15.11.2006
bhc - VfL Niederwenigern   8 : 13 (3 : 7)

12.11.2006
bhc - VfL Gladbeck 2   7 : 10 (4 : 4)

Es spielten in diesen drei Partien: Birgit Ronge (8), Birgit Kupka (8), Silke (2), Ohmi (3), Claudia (2), Ute (1), Denise (1), Helke (1), Flecki, Erna, Gaby, Steffi, und auch mal wieder Kiki und Else.

Zwar gab es gegen Niederwenigern die beste, kämpferische Saisonleistung in der Abwehr, aber trotzdem hat es in der gesamten Woche nicht zu einem einzigen Pluspunkt gereicht. Wenn die durchaus vorhandenen Chancen einmal genutzt werden, dann könnten wir auch mal wieder ein Erfolgserlebnis haben, welches wir nun dringend gebrauchen. Die Pause bis zum 03. Dezember müssen wir nun unbedingt nutzen, um uns physisch, aber auch psychisch auf die nächsten Aufgaben vorzubereiten.



Roland Kosik

Spiel vom 05.11.2006

Castroper TV 2 - bhc       14 : 12 (8 : 5)

Es spielten: Gaby Scheibel (2. Halbzeit), Steffi Ludwig(1. Halbzeit), Birgit Ronge (3/1), Birgit Kupka (1), Birgit Fleckes (2), Denise Schwitzer (1), Ohmi (2), Silke Helm (1), Claudia (2), Helke, Erna

Ein Superbeginn in der 1. Halbzeit (2:0 für uns nach 3 Minuten) und in der 2. Halbzeit (innerhalb von 5 Minuten wurde aus dem 5:8 Rückstand ein 8:8 gemacht).
Dazwischen lag allerdings eine zu lange Zeit des Leerlaufs im Angriff ohne Torerfolg. Besonders ärgerlich war das 9:8 für Castrop. Die Torhüterin wehrte einen von Birgit Ronge geworfenen 7-M mit einer sehr guten Reaktion ab, der Ball berührte eindeutig die Decke oberhalb des Torraums. Die richtige Entscheidung wäre gewesen: Einwurf und damit Ballbesitz für uns. Der SR - Kollege hatte diese Situation anscheinend nicht so genau sehen können (kein Vorwurf gegen ihn) und entschied auf Abwurf für Castrop, die diesen zu einem Tor nützen. Also kein Ballbesitz für uns mit der Chance, ein Tor zu erzielen, sondern fälschlicherweise Ballbesitz für Castrop mit Torerfolg. Genau betrachtet wäre dadurch ein Unentschieden möglich gewesen. Else diktierte dem Schiedsrichter auch vorsorglich einen Einspruch. Nach Rücksprache mit ihren Spielerinnen wird dieser Einspruch (beruhend auf dem Regelverstoß und auf Grund des Ergebnisses sicherlich nicht chancenlos) aber nicht weiter betrieben. Erstens aus sportlichen Gründen, zweitens, weil man sich die Niederlage durch das Auslassen klarer Torgelegenheiten auch selbst zuzuschreiben hat und drittens haben zahlreiche der Mädels einfach keinen Bock, bei einer möglichen Neuansetzung nochmals mitten in der Woche anzureisen.

Zurück zum Spielverlauf. Gute bis sehr gute Torhüterleistungen auf unserer Seite, wie die nur 14 Gegentore aussagen, reichten leider nicht, die schon angesprochene Sturmschwäche (nur 12 eigene Torerfolge) auszugleichen. Erfreulich, dass Denise nach längerer Zeit ein sehr schönes Tor aus der Kreisläuferposition erzielen konnte und damit eine Woche, nachdem Helke ein ähnlich schönes Tor vom Kreis gelang, auch wieder ein Erfolgserlebnis auf der persönlichen Habenseite verbuchen konnte.
War in der letzten Woche die Anzahl der 7-M noch zu unseren Gunsten gewesen, gab es diesmal leider 7 zu 2 Strafwürfe gegen uns. Von diesen konnte Gaby nur einen abwehren, so dass von den 14 Gegentoren allein 6 durch Strafwürfe erzielt wurden.
Am Ende wurde es dann noch einmal nach 9:13 und 10:14 Rückstand eng, weil wir bis auf zwei Tore herankamen. Den Castroper Spielerinnen muss man das Kompliment machen, diesen dann sehr knappen Vorsprung in den letzten 4 Minuten ziemlich clever über die Zeit gebracht haben, während wir noch drei klare Torchancen vergeben haben.

Fazit: Alles wenn und aber hilft leider nicht aber: Mädels, wenn ihr immer so in der Deckung gespielt hättet wie heute, dann hättet ihr ein paar Punkte mehr. Als Kritikpunkt bleibt allerdings: Zahlreiche gute Torchancen wurden nicht verwertet (und das lag nicht am Schiedsrichter).



Roland Kosik

Spiel vom 29.10.2006

bhc - VfB Günnigfeld       15 : 13 (7 : 6)

Es spielten: Gaby Scheibel (1. Halbzeit), Steffi Ludwig(2. Halbzeit), Birgit Ronge (4/3), Birgit Kupka (3/1), Birgit Fleckes (4/3), Denise Schwitzer, Ohmi (1), Claudia, Helke (1), Lena (2), Erna

Endlich mal wieder ein volles Erfolgserlebnis! Die Mädels haben gut gespielt, sich auch nicht aus der Ruhe bringen lassen, als Günnigfeld nach einer 5:1 und 6:2 Führung bis zur Halbzeit wieder bis auf ein Tor herankam (7:6). Bedenklich war nur, dass in der ersten Halbzeit das letzte Feldtor der Bochumer in der 4.!!!!!!! Minute zum 2:0 gefallen war, danach gab es nur noch Tore durch verwandelte 7-M-Würfe.
Übrigens 7-M; der sehr gut leitende Schiedsrichter Jörg Schulte war sehr geberfreudig mit seinem Strafwurfentscheidung: 10 7-M (davon 7 verwandelt; verworfen haben jeweils einen: Birgit, Birgit und Birgit)) für uns und 5 7-M gegen uns. 15 Strafwürfe reichen sonst für 3 Spiele. Unsere Torhüterinnen Gaby (1) und Steffi (2) schafften es allerdings, die ersten drei zu halten. Das wichtige daran war, dass dies in entscheidenden Situationen geschah, so dass diese Paraden mit zum Erfolgserlebnis beitrugen.

Aber das Lob geht an alle Spielerinnen, die als Team ein gutes Spiel abgeliefert haben. Ein Sonderlob an Lena, die auf der linken Außenposition ein ständiger Gefahrenherd war und auch 2 sehr schöne Tore erzielte. Für die nächsten Spiele gilt: Macht weiter so und lasst euch bloß nicht von der Atmosphäre in Castrop abschrecken!

Euer Zeitnehmer Roland



Ulrike Kosik

Spiel vom 17.09.2006

bhc - HSV Recklinghausen       8 : 14 (3 : 9)

Es spielten: Gaby Scheibel, Helke Behrens, Birgit Fleckes (1), Claudia Gerling, Silke Helm (3), Birgit Huck (1), Ute Kulla (1), Birgit Kupka (2), Birgit Ronge, Denise Schwitzer

Es war ein ungewöhnlich schwüler Sonntag Mitte September und wir spielten gegen den HSV Recklinghausen. Der Gast lag relativ schnell mit fünf Toren vorn, die vorrangig von einer Spielerin geworfen wurden. Weder Deckung noch Gaby konnten ihr Paroli bieten. So endete die erste Halbzeit 3:9. Alle waren ziemlich ratlos und enttäuscht.

In der zweiten Halbzeit rafften sich alle noch mal auf und gewannen diese 5:5. Leider kann man das Ergebnis der 1. Hälfte nicht löschen!!








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