2. Damenmannschaft

Berichte der Saison 2005/06


Kordula Breitsprecher

Spiel vom 30.04.2006

bhc - PSV Recklinghausen 2      16 : 17 (8 : 8)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme (5), Katharina Dietz, Anke Hennig (1), Katrin Lemke (3), Susanne Nessitt (1), Daniela Walther, Karen Wolniak (6)

Fast hätte er wieder zugeschlagen, der "Favoritenschreck". Diesen Beinamen gab uns Staffelleiterin Heidrun Redell, die vor dem Spiel den PSV Recklinghausen zur Meisterschaft gratulierte und mit einem Ball ehrte. Sie wünschte beiden Mannschaften ein spannendes Spiel und verwies darauf, dass der BHC so etwas wie der Favoritenschreck sei, der gerne Tabellenführer schlägt und in der Vorwoche den PSV zum vorzeitigen Meister gemacht hatte.

Nur mal so nebenbei bemerkt, schlagen wir auch sehr gerne den Tabellenletzten oder einen Gegner aus dem Mittelfeld - aber ... siehe zurück....

Mit mal wieder nur einem Wechselspieler und dazu noch einer vergrippten Karen, konnten wir 1:1 Zwischenstand in der 10. Minute sogar in Führung gehen. Danach ging aber bis zur "Auszeit" in der 19. Minute beim Stande von 2:5 nicht mehr viel zusammen, die anfängliche Ruhe ging verloren und mit Gewalt können wir halt nicht. Beim 5:5 gelang dann erneut der Ausgleich, zur Führung reichte es jedoch nicht. PSV lag bis drei Minuten vor der Halbzeit mit zwei Toren in Front, musste aber die Gegenwehr unseres Teams (wie schon im Hinspiel) deutlich spüren. Anstatt mit einer halbwegs beruhigenden Führung in die Kabine zu gehen, musste der Meister wiederum den Ausgleich hinnehmen.

Da sich unsere Damen mal wieder besonders viel vorgenommen hatten, musste in jeden einzelnen Kopf eingeprägt werden, dass man sich die Kräfte einteilen musste, um die zweite Hälfte nicht überrollt zu werden und somit eine "Klatsche" zu beziehen. Das Vorhaben klappte ganz hervorragend; in der Abwehr wurde hochkonzentriert gearbeitet, der Ball sicher nach vorne gebracht und ganz ruhig die Wurfmöglichkeit erarbeitet. So stand es zur Überraschung aller nach 5 Minuten der zweiten Hälfte 11:8 für uns und das völlig verdient. Beim 13:9 in der 40. vergaben wir den ersten Big-Point: ein Gegenstoß konnte nicht erfolgreich abgeschlossen werden, im Gegenzug kassierten wir ein Tor - statt 14:9 stand es 13:10 und der Gegner witterte wieder Morgenluft. Nach einem zwischenzeitlichen 15:10 (in der 44. Minute) entwickelte sich das Match zu einem wahren Krimi. Unsere Kräfte schwanden zusehends, der Gegner machte mächtig Tempo und kam Tot auf Tor ran. In den letzten 5 Minuten pfiff der Schiri dann zweimal statt klarem Foulspiels Schrittfehler gegen uns, zudem wurde ein Strafwurf nicht verwandelt. Anderthalb Minuten vor Schluss konnte PSV seinen vierten (von vier) 7 m zum Ausgleich verwandeln. Im folgenden Angriff wurde dann Tinas Tor zurückgepfiffen und es gab statt dessen ... richtig: 7 m und leider aus unserer Sicht hielt die Gästetorfrau.

Eigentlich glaube ich, hatten sich danach alle Beteiligten mit einer Punkteteilung abgefunden und wären auch zufrieden gewesen, doch zwei Sekunden vor Schluss besiegelte ein Heber von RA "unser Schicksal". Trotz unglaublichem Kampf und Siegeswillen stand meine Mannschaft ohne Zähler da. Ein Unentschieden wäre für beide Teams gerecht gewesen, für die PSV, weil sie sich wieder ins Spiel gekämpft hatten und für unsere Mannschaft, weil sie bis zum Schluss ALLES gegeben hat (wenn nicht sogar noch ein wenig mehr).

Dieses Spiel hat nicht der Bessere gewonnen, sondern Derjenige mit ganz ganz viel Glück! "Ich kann meiner Truppe nur mal wieder ein ganz großes Kompliment machen, so wie ihr gemeinsam die Rückrunde be- und überstanden habt, wie ihr bis zum Schluss "an mein Geld" wolltet ist aller Ehren wert und macht auch ein wenig stolz!" Aus meiner Sicht war es unabhängig aller Turbulenzen eine ganz große Saison der Zweiten!

WAZ, 05.05.2006

Ruhr Nachrichten, 03.05.2006



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 23.04.2006

BW Witten-Annen - bhc     17 : 18 (6 : 4)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme (6), Katharina Dietz (1), Anke Hennig, Katrin Lemke (9/7), Susanne Nessitt, Anke Schneider, Daniela Walther, Karen Wolniak (2)

"Mann, das war ein ganz dickes Ding, was die Truppe da abgeliefert hat!"
Voller Tatendrang, mal wieder zu zeigen, was alles in dieser Mannschaft steckt und mit dem Ziel, Susi's Saisonziel (mehr Punkte als in der letzten Saison; also fehlte noch einer!) bereits in Witten zu erreichen, fuhr unser kleiner Kader zum Aufsteiger. Dieser trat mit wohl allen Spielerinnen an, die in der Saison mal gespielt hatten und versuchte es anfangs mit "der zweiten Garnitur". Dies kam unserer Rumpftruppe ziemlich gelegen, wollte man doch primär nicht überrollt werden. In der siebten Minute ging Annen dann mit 1:0 in Führung, bis dato hatten wir schon zwei dicke Chancen vertan. Über 2:1, 3:2 und 5:3 schaukelte Annen den Vorsprung in die Pause. Das wir nicht deutlicher zurück lagen lag an der tollen Abwehrarbeit und einer mal wieder einwandfrei haltenden Iris im Tor. Andererseits wäre auch ein Unentschieden möglich gewesen, hätte man die "einfachen" Gegentore verhindert und vorne etwas besser (nicht so oft das Gebälk) getroffen und wäre Susi nicht Mitte der Halbzeit umgeknickt und verletzt ausgefallen. So wurde in der Pause klar vorgegeben, die eigenen Kräfte einzuteilen, sprich lange im Angriff zu spielen und nur sporadisch Tempo nach vorne zu machen.

Ganz anders schien die Vorgabe der Annener Trainerin gewesen zu sein, die natürlich in ihrem letzten Heimspiel vor reichlich Publikum siegen und so noch eine minimale Chance auf den Meistertitel wahren wollte. Jetzt wurde von der "ersten Sieben" mächtig Druck gemacht. Da unser Deckungsverband jedoch weiterhin wie eine Mauer dicht machte, gingen zahlreiche Bälle durch technische Fehler (die der sehr aufmerksame und sicher leitende Schiri sah) verloren. Dennoch hatte sich Annen Mitte der Halbzeit schon fast uneinholbar auf 13:8 abgesetzt. Zu allem Übel verletzte sich auch noch Karen an der Wurfhand, so dass "Joker" Schröder doch noch aufs Feld musste und nach dem Motto kam, sah und siegte den Gegner mächtig schwindelig spielte. Bezeichnend für den Willen der Mannschaft war zum einen, dass in Unterzahl noch mehr gekämpft wurde, so dass der Gegner keinen wirklichen Vorteil dadurch hatte und auch Karen mit getapten Finger wieder ins Geschehen eingriff. Lohn dafür ein Zwischenstand von 13:11. Beim 14:11 neuneinhalb Minuten vor Schluss wetterte Tina während eines "Trink-Team time out" rum, dass sie einmal wenigstens einen Punkt gegen Annen holen wollte und nicht immer mit einem Tor verlieren. Meine Bemerkung, dass noch so viel Zeit sei, schien sie nicht so ganz zu überzeugen, dafür untermauerte sie ihren Willen sogleich mit einem abgefangenen Ball und anschließend erfolgreich abgeschlossenem Gegenstoß zum 14:12. Annen legte jedes Mal nach, allerdings zeigte unsere Mannschaft unglaubliche Moral, ja fast schon trotzige Reaktionen - man wollte hier nicht resignieren. So war es zwar fast zum verzweifeln, dass der 2 Tore-Vorsprung nicht zu knacken zu sein schien, aber Kathi (mit einem Wurf von außen, dem Torwart kurz reingelegt) zum 15:13 und Katrin per Strafwurf (16:14) ließen uns dran bleiben. Auf einmal wuchs die Hoffnung auf zumindest einen Punkt, Tina traf zum 16:15 Anschluss und Annen nahm eine Auszeit - sollten sie jetzt doch Nerven zeigen?
Per 7 m gelang Annen wieder ein Treffer, jetzt schien der Drops gelutscht zu sein..... meinten unser Gegner und die feiernden Zuschauer - doch.....

Karen tat ihrem Trainer knapp vier Minuten vor Schluss doch noch den Gefallen und warf kurz ins Tor. Leider bekam sie dabei wieder einen Schlag auf die lädierten Finger und so musste sich Schröder noch einmal "aufraffen". Da sie genug Zeit hatte und natürlich über die entsprechende Erfahrung verfügt, suchte sie sich "ihre" Gegenspielerin gezielt aus und holte anderthalb Minuten vor Schluss einen 7 m heraus, den Katrin zum Ausgleich einwarf. Im Gegenzug scheiterte Annen erst am Holz und dann an Iris - besonnener Aufbau unserer Truppe, Pass von Henne auf die einlaufende Schröder, Foul und völlig berechtigter Strafwurf. Wieder nahm sich Katrin das Leder und versenkte den siebten (von sieben) Siebenmeterwurf eiskalt im Annener Gehäuse. Die restlichen Sekunden wuchs unsere Deckung dann noch einmal über sich hinaus. Henne und Kathi gaben der Kreisläuferin nicht die geringste Chance einen Strafwurf zu holen, geschweige denn ein Tor zu werfen, Dani und Schröder hatten ihre Außen dicht gemacht und Katrin und Tina zeigten der Linkshänderin ihre Grenzen auf. Dazu bewies Iris "Auge" (oder war es auch verdientes Glück?) bei einem Pfostentreffer und letztlich ging Tine beim Freiwurf energisch zum Ball und blockte diesen sicher weg. Der Rest war riesige Freude, Umarmungen, Jubel pur und auch ein paar angefeuchtete Augen; als Sahnehäuchen gab es dann noch unter breitem Grinsen die Frage: "Na, damit hast du wohl nicht gerechnet?" in Richtung Trainer. Ehrlich gesagt Mädels, ich bin schon lange über den Punkt weg, euch nicht ALLES zuzutrauen :-) !!!

Mit einer tadellosen Leistung in Abwehr und Angriff zeigte Dani ihr bestes Spiel im Dress des BHC. Kathi erwies sich mal wieder als fußschnell und unheimlich abwehrstark. Katrin machte endlich Harken an ihre wenigen Fehler, übernahm Verantwortung und bewies besonders vom Punkt Nervenstärke. Hinzu kam eine bärenstarke Tina, die nicht nur 6 Tore erzielte, sondern in der Abwehr (besonders in der Schlussphase) an vielen Pässen des Gegners ihre Finger bekam. Fazit von Susi waren 2 Dinge: Saisonziel erreicht! und die Tatsache, dass es auf der Bank viel anstrengender ist, als auf dem Feld (dem kann ich nur voll und ganz zustimmen!).

Und wie meinte Karens Papa so treffend: Es reicht, wenn man einmal führt, es muss nur zum Ende sein! Hätte er uns dies "Geheimnis" mal früher erzählt. In diesem Sinne geht es nächsten Sonntag zum Endspurt gegen Meister PSV Recklinghausen, die kurz nach dem Spiel angerufen haben und sich nach dem Ergebnis erkundigt haben. Hoffen wir mal auf ein schönes Spiel zum Abschluss.

WAZ, 28.04.2006

Ruhr Nachrichten, 25.04.2006



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 02.04.2006

bhc - TuS Ende 2      14 : 11 (6 : 6)

Es spielten: Iris Bieber, Gaby Scheibel, Kristina Böhme (1), Katharina Dietz, Silke Helm (3), Anke Hennig (1), Birgit Huck, Susanne Nessitt (2), Yvonne Seeliger, Daniela Walther, Jennifer Weinheimer (1), Karen Wolniak (6)

Auch wenn Yvi unmittelbar nach dem Schlusspfiff mit ihrer Aussage "Sei doch mal ehrlich, da kann man doch jede Lust auf Handball verlieren!" nicht unrecht hatte, so war ich schon nach dem Duschen der Meinung, dass ein Spiel selten so viel Spaß gemacht hat wie dieses. Zugegeben war es nicht besonders ansehnlich, dafür aber stets spannend und versetzte alle Zuschauer in einen Zwiespalt zwischen Wut, Verzweiflung und Lächerlichkeit.

Dabei standen vor dem Spiel eigentlich alle Zeichen auf ein unspektakuläres Spiel; Ende war ohne Auswechselspielerin angereist und stand als Absteiger bereits fest. Unser Team musste kurzfristig auf Katrin verzichten und auch der Einsatz von Susi war nur bedingt mit Triefnase möglich, dafür war Jenny mit an Bord, zudem halfen Ohmi, Silke und Gabi aus. Beide Mannschaften kamen nur träge ins Spiel, wobei unsere Damen nach dem zwischenzeitlichen 1:1 auf 4:1 erhöhten und mit 5:2 nach einer Viertelstunde führten. Dann kam endgültig der Riesenauftritt des Unparteiischen, der zunächst nur Mitleid mit dem Gegner zu haben schien und dann sich wohl zum Ziel gesetzt hat, seiner roten Karte mal die große weite Welt zu zeigen - sorry, aber so blöd sind wir nun auch wieder nicht, dass wir auf so etwas eingehen. Somit hatten wir dann zwei Gegner gleichzeitig in den Griff zu bekommen. Nachdem wir uns dann jedoch an die Regelauslegung des Bartträgers gewöhnt hatten (auf unserer Seite wurde z.B. Kreisab gepfiffen, als sich unsere Spielerin vor der gegnerischen Abwehr lief, Ende durfte von weit weniger als sechs Meter werfen und bekam das Tor anerkannt) und auch keinen Pfiff nachfragten, geschweige denn anzweifelten, konnten wir uns wieder auf Ende konzentrieren, die alle Geschenke des Pfeifers natürlich annahmen, ein Stürmerfaul nach dem anderen begingen - schließlich blieb man auch nach technischen Fehlern in Ballbesitz.

Nach dem Unentschieden zur Pause kam dann die Zeit für unsere Damen, die sicher nicht viel Spaß gemacht hat. Ende spielte seine Angriffe ewig lange aus, dies auch deswegen, dass sämtliche Aktionen - auch die absolut regelgerechten - der Abwehr abgepfiffen wurden. So war es nicht sonderlich verwunderlich, dass Ende bis zum 9:10 gleich dreimal in Führung gehen konnte, wir ackerten minutenlang in der Abwehr, um dann nach ein paar Sekunden den Ball wieder los zu sein. Zum Glück ist die Mannschaft mittlerweile so stark, dass wir mit Ruhe und geschlossener Leistung über 11:10 auf 14:11 nach 24 Minuten das Spiel endgültig zu unseren Gunsten drehen konnten. Das in den letzten 9 Minuten dann kein Tor für Ende mehr fiel, lag auch an der guten Leistung von Gabi, die Iris die lang ersehnte und wohlverdiente Pause in der Schlussviertelstunde auf der Bank (nach einer wieder tadellosen Vorstellung) ermöglichte. Der gesamten Mannschaft kann man nur ein Riesenlob aussprechen, unter diesen total erschwerten Bedingungen mit einem letztlich freundlichen Lächeln auf dem Gesicht als Sieger das Feld zu verlassen dürfte jeder Spielerin ewig in Erinnerung bleiben.

"Unter dem Strich haben wir hoch verdient gewonnen und die Mannschaft hat sich für die letzte Woche wieder rehabilitiert. Nun kommen noch zwei hoffentlich schöne Spiel zum Saisonabschluss gegen die beiden Aufsteiger, vielleicht können wir ja doch noch Susis Ziel, mehr Punkte als in der letzten Spielzeit, verwirklichen." Jetzt geht's erst einmal in die Osterferien, euch allen viele bunte Eier, erholt euch etwas und dann auf zum Endspurt.

WAZ, 04.04.2006

Ruhr Nachrichten, 04.04.2006



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 26.03.2006

SC Huckarde-Rahm - bhc     12 : 11 (7 : 7)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme (2), Katharina Dietz, Anke Hennig (1), Katrin Lemke (4), Susanne Nessitt, Yvonne Seeliger (2), Anika Vogelsang (1), Daniela Walther (1), Karen Wolniak (1)

Hier spielten Not gegen Elend grottenschlecht gegeneinander und am Ende hatte der lustlose Schiedsrichter viel Mitleid mit dem abstiegsgefährdeten Gastgeber. Ich habe auch schon schlechte Spiele meiner Mannschaft gesehen, aber dieses Spiel verschlägt einem schon die Sprache, oder besser gesagt, diese Stunde sollte man ganz schnell vergessen.

Das es nicht unsere Zeit ist, sonntagmittags zu spielen, zudem noch durch die Zeitumstellung eine Stunde "gemopst" wurde und ich nicht mit der stärksten Sieben anfangen ließ ist nur eine minimale Entschuldigung (wenn überhaupt). In der sechsten Minute lagen wir 0:3 in Rückstand, bevor auch die Dortmunderinnen das Torewerfen erst einmal einstellten. Nach endlich 15 Minuten stand auch für uns ein Treffer zu Buche und gegen einen bis dato zwar sehr engagierten, aber dennoch recht schwachen Gegner schien eine Wende nur logisch. Fast mit dem Halbzeitpfiff gelang dann auch das erste Remis. Eine recht deutliche Ansprache in der Pause verpuffte dann irgendwie in der (stickigen) Halle, wie in der ersten Hälfte gelang nicht viel. Das wir nach 43 Minuten dann aber dennoch in Führung gingen (7:8) verdeutlicht wohl das schwache Spiel. Natürlich zeigte der Unparteiische deutlich, was er von einem Frauenspiel (und dann noch zu dieser Zeit und als Umbesetzung) hielt, natürlich hätte ich mir nicht unbedingt die gelbe Karte einhandeln müssen und somit wahrscheinlich noch mehr Pfiffe gegen uns zu bekommen, aber was auf dem Feld passierte, war pure Unkonzentriertheit, gepaart mit dem Anschein von Unlust, Ratlosigkeit und irrationalem Handeln. Wenn ich Standhandball zeige und dem Gegner dreimal den Ball zum Gegenstoß zuspiele, darf ich mich nicht beschweren, ein Spiel (mit nur einem Tor Unterschied) zu verlieren. Obwohl man keiner Spielerin (Gott sei Dank) vorwerfen kann, nicht gekämpft zu haben, muss man eindeutig feststellen, das einige viel zu früh resigniert haben, der bedingungslose Wille war nicht da.

Schade, dass wir durch so eine Nichtleistung uns selbst um eine gute Tabellenplatzierung bringen - aber so ist diese Mannschaft: heute hui und morgen pfui.
Harken an die Sache, wer 28 Minuten keinen Treffer erzielen kann dürfte eigentlich nicht "nur" mit einem Tor Unterschied verlieren. Kopf hoch und beim nächsten Spiel besser machen!

WAZ, 28.03.2006

Ruhr Nachrichten, 28.03.2006



Spiel vom 19.03.2006

bhc - DJK Saxonia Dortmund     19 : 15 (10 : 8)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme (5), Katharina Dietz (1), Anke Hennig, Katrin Lemke (2), Heike Linnekuhl (1), Susanne Nessitt (1), Anke Schneider, Anika Vogelsang, Karen Wolniak (9/4)

WAZ, 23.03.2006

Ruhr Nachrichten, 21.03.2006



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 12.03.2006

bhc - HSG Haltern-Sythen       16 : 17 (11 : 8)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme, Katharina Dietz (1), Katrin Lemke (7/2), Heike Linnekuhl (1), Susanne Nessitt (3), Anke Schneider (1), Daniela Walter, Karen Wolniak (3)

Das war schade, ein Unentschieden wäre über die gesamte Spielzeit betrachtet sicher ein gerechtes und für beide Teams akzeptables Ergebnis gewesen. So aber jubeltet Haltern wie schon im Hinspiel über einen knappen Sieg, den bis Mitte der zweiten Halbzeit wohl niemand so recht erwartet hätte. Wie üblich in arger Personalnot (Jenny und Henne fehlten auch noch) hatten wir mit Heike (nach wochenlanger Verletzungs- und Krankheitspause) und Schröder (direkt aus dem Skiurlaub und mit dicker Erkältung in die Halle) wenigstens zwei Auswechselspielerinnen auf der Bank, die natürlich im Laufe der 60 Minuten zum Einsatz kamen.

Fast schon trotzig könnte man den Start unserer Truppe bezeichnen, die nach 7 Minuten mit 4:0 führten und erst in der elften Minute einen Strafwurf kassierten. Unter kluger Regie von "Mittelfrau" Susi wurde konzentriert gespielt und gut geworfen, so dass über 6:1 und 8:3 bis zur Halbzeit ein 3 Tore-Polster heraussprang. Das 12:8 direkt nach der Pause durch Katrin ließ Hoffnung auf einen nicht unbedingt erwarteten Sieg aufkommen, leider war anschließend aber das "Pulver" bei/von Katrin verschossen, oder wie sie selbst nach dem Spiel sagte: Vor der Pause super, in der zweiten Hälfte ein Totalausfall!

Aufgrund unserer dünnen Spielerdecke musste sich der Rückraum dennoch durchkämpfen, hatte mit fortlaufender Spieldauer dem Kräfteverschleiß Tribut zu zollen. Mit der Wurfkraft schwand auch die Konzentration, so dass Haltern wiederholt durch technische Fehler in Ballbesitz kam und Tor um Tor wett machte. In der 50. Minute lagen wir dann erstmals zurück, verwarfen einen Strafwurf und setzten einen Gegenstoß an die Latte, so dass außer einem zwischenzeitlichen Ausgleich die letzten siebeneinhalb Minuten für uns torlos blieben, während Haltern nach 55:20 Minuten den Siegtreffer erzielte.

"Man kann der Mannschaft keine Vorwürfe machen, sie hat sich ein wenig selbst um den Erfolg gebracht. Die Einstellung und Kampfbereitschaft waren da, allerdings fällt es nicht gerade leicht, um "die goldene Ananas" zu spielen, wenn man ganz oben hätte dabei sein können - da werden die Arme schon mal lahm und in den Schuhen scheint Blei zu stecken." Wir müssen aus diesem Spiel für den Rest der Saison lernen; schließlich weiß jede Einzelne, dass wir bis zum Abschluss improvisieren müssen, da kann man nicht die Ohren hängen lassen, wenn es mal nicht so klappt.

WAZ, 15.03.2006

Ruhr Nachrichten, 14.03.2006



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 19.02.2006

VfL Gladbeck - bhc       20 : 9 (8 : 4)

Es spielten: Iris Bieber, Katharina Dietz, Anke Hennig (2/1), Katrin Lemke (2/1), Kerstin Mönche, Susanne Nessitt (1), Daniela Walter, Jennifer Weinheimer (1), Karen Wolniak (3)

Das hat richtig weh getan, die Niederlage war zwar nicht unverdient, aber deutlich zu hoch ausgefallen. Nach dem tollen Spiel gegen Ickern hatte uns in Gladbeck die traurige Realität der momentanen Situation eingeholt. Yvi, Borne und Daggi saßen "festgespielt" auf der Tribüne, die Dritte spielte zeitgleich in Riemke, Tina war im Urlaub und dann wusste der Schiedsrichter wohl auch nicht so genau, warum er so offensichtlich uns provozieren wollte. Dennoch hat es nicht am schwarzen Mann gelegen, dass wir verloren haben, sondern nur, dass es so hoch war.

Mit unserem "letzten Aufgebot", Jenny wurde nach kurzer Babypause und zweimaligem Training schnell spielberechtigt gemacht, Henne lief trotz Achillessehnenproblemen und Rückenbeschwerden auf und unser "Rentner" Kerstin nahm auch Schmerzen in Kauf, um ihrer alten Truppe zu helfen - ein nochmaliger ganz herzlicher Dank an euch.

In einem insgesamt schlechten Spiel agierten beide Mannschaften anfangs ziemlich nervös, wobei unser Rückraum mehrfach an Pfosten und Latte scheiterten, während Gladbeck Tor um Tor gelang. Über einen 5:1 Rückstand in der 13. Minute und 7:2 nach 18 Minuten konnten wir uns bis zur Halbzeit auf 8:4 unserem Gegner annähern. Die guten Vorsätze für Halbzeit zwei waren schnell Makulatur; Gladbeck baute (leider auch Dank tatkräftiger Unterstützung des "Unparteiischen") seine Führung kontinuierlich aus, alles was bei uns nicht klappte, gelang unseren Gastgebern. So mussten wir trotz aller Bemühungen die höchste Niederlage seit langer Zeit (ich weiß gar nicht wann) einstecken und erkennen, dass der Rest der Saison ganz ganz schwer werden wird.

Positiv war nach dem Spiel sicher, dass Jenny nach nur 12 Sekunden auf dem Platz ihr erstes BHC-Tor warf (drei Monate nach der Entbindung aber auch sehen musste, das die Luft ziemlich schnell nicht mehr reicht), keine Spielerin sich ernsthaft verletzte (vom Brummschädel, den Iris nach dem Kopftreffer sicher bekommen hat mal abgesehen), wir ja nicht mehr absteigen können - und eigentlich wussten, dass nach Ickern alles anders werden würden.

Kopf hoch Mädels, es kommen auch noch bessere Zeiten auf euch zu - bestimmt!

WAZ, 22.02.2006

Ruhr Nachrichten, 21.02.2006



Spiel vom 12.02.2006

bhc - TuS Ickern       23 : 15 (11 : 8)

Es spielten: Iris Bieber, Katharina Dietz (2), Birgit Fleckes, Silke Helm (1), Birgit Huck (3), Katrin Lemke (7/2), Susanne Nessitt, Yvonne Seeliger (4), Daniela Walter, Karen Wolniak (6)

Obwohl es weder zu meinem allgemeinen, noch zu meinem speziellen Sprachgebrauch zählt, fiel mir spontan nur eine "Umschreibung" für das Spiel gegen Ickern ein: Mädels, das war so richtig geil!!

Nach den Verletzungsausfällen von Nina, Schröder, Henne und Isi, dem Wegfall der "festgespielten" Daggi und Borne und dem urlaubsbedingten Fehlen von Tina standen wir beim Abschlusstraining nur noch mit einer abgezählten Mannschaft da - und das vor dem so wichtigen Spiel gegen Ickern. Erfreulich war dann, dass mit Flecki, Silke und Ohmi sich drei Spielerinnen bereit erklärten, nach dem eigenen Spiel sich noch den Stress in der Zweiten anzutun.

Ickern reiste zum "Schicksalsspiel" mit gleich 14 Leuten an - wir hatten mal gerade die Hälfte auf dem Spielbericht :-). Unsere Devise lautete, sich den Gegner "zurecht zu stellen", lange im Angriff spielen und in der Abwehr kompromisslos dicht zu machen - in der Ruhe sollte die Kraft liegen. Das Ziel war klar, mit einem Sieg war auch rein rechnerisch der Abstieg ausgeschlossen.

Das Konzept schien zunächst auf zu gehen, nach 5 Minuten lag unser Team mit 3:2 vorne. Danach kam ein kleiner Einbruch, der Ickern bis zur 13. Minute auf 3:6 davon ziehen lies - von den 6 Toren wurden 3 per Strafwurf erzielt. Mit Ruhe, Teamgeist und unbedingtem Siegeswillen wurde jedoch im weiteren Spielverlauf dem Gast aus Castrop deutlich die Grenzen aufgezeigt. Beim 7:7 sollte Ickern letztmalig der Ausgleich gelingen. Angefangen von einer wieder einmal prächtig aufgelegten Iris im Tor (hier sei Gaby nochmals gedankt, die sich für den Notfall auf die Bank gesetzt hatte) steigerte sich jede Spielerin mit jeder Minute. Katrin und Karen fanden zu alter Wurfstärke zurück, Ohmi sprühte förmlich voll "Tatendrang" und Yvi glänzte sowohl in Angriff und Abwehr, als auch als Motivator.

Nach der Pause legte unser Team sofort nach und warf innerhalb von dreieinhalb Minuten 3 Tore. Damit war eine Vorentscheidung gefallen, zumal unsere Frauen immer mehr Spaß an dem Geschehen hatte, während Ickern sich sichtbar aufgegeben hatte. Vier gehaltene Strafwürfe von Iris trugen sicherlich ebenso zum klaren 23:15 Sieg bei wie die topp Einstellung (da lief z.B. Yvi noch zehn Sekunden vor dem Ende einen Gegenstoß zum "vorläufigen Abschied" aus der Zweiten) jeder beteiligten Spielerin; hier noch einmal ganz ganz lieben Dank an Flecki, Silke und Ohmi, die ganz entschiedenen Anteil am Erfolg hatten. Nach dem Abpfiff herrschte natürlich große Freude über den vorzeitigen Klassenerhalt. "Wer unter den gegebenen Umständen soviel Moral und Teamgeist zeigt, hat sich ein ganz großes Lob verdient. Das war schon aller Ehren wert, was die Mädels da vollbracht haben oder um es mit den Worten von Iris zu sagen: Diese Mannschaft hat halt Charakter!"
Dem kann und will ich nichts hinzu fügen.

WAZ, 12.02.2006

Ruhr Nachrichten, 12.02.2006



Helmut Reimus

Spiel vom 28.01.2006

HC Dortmund-Süd - bhc       20 : 12 (11 : 4)

Es spielten: Iris Bieber, Dagmar Sichmann, Kristina Böhme (2), Sabine Bornemann (6/3), Katharina Dietz (1), Anke Hennig, Susanne Nessitt, Yvonne Seeliger, Daniela Walter (1), Karen Wolniak (2)

Irgendwie war es nicht die richtige Tageszeit. Anstatt Tagesschau Handball spielen.
So wurde die erste Halbzeit vollkommen in der Art Wohnzimmercoach gespielt. Aus dem Spiel heraus wurde nur ein Tor erzielt. 3 Tore fielen über 7-Meter-Entscheidungen. Kein Druck auf die Abwehr, bei Torwürfen wurde der Ball der „fliegenden“ Torhüterin hinterher geworfen. Iris im Tor war die Einzige, die Normalform präsentierte.

In der Halbzeit erfolgte eine kurze Ansprache, die auch die Spielerinnen erreichte. So wurde die zweite Halbzeit ausgeglichen gestaltet. Das Spiel unserer Mannschaft zeigte jetzt in die richtige Richtung. Erstmals wurde gekämpft.
Insgesamt ein Spiel der schlechteren Art unserer Mannschaft.

WAZ, 31.01.2006

Ruhr Nachrichten, 31.01.2006



Kreispokal-Spiel vom 24.01.2006

FC Schalke 04 - bhc       13 : 15 (4 : 8)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme (4), Sabine Bornemann (4), Katharina Dietz, Silke Helm, Anke Hennig, Susanne Nessitt (3), Birgit Ronge (2), Yvonne Seeliger (1), Daniela Walter, Karen Wolniak (1)

Eine mäßige Leistung reichte aus, um den ehrgeizigen Gelsenkirchener Kreisligisten zu besiegen. Damit stehen die bhc-Frauen nun im Viertelfinale des Kreispokals. Die Auslosung findet Anfang Februar statt.



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 22.01.2006

bhc - ETSV Witten       13 : 10 (6 : 4)

Es spielten: Iris Bieber, Dagmar Sichmann, Kristina Böhme (1), Sabine Bornemann (3), Katharina Dietz, Anke Hennig, Katrin Lemke (3), Susanne Nessitt, Yvonne Seeliger (2), Daniela Walter, Karen Wolniak (4)

Nach der grottenschlechten Partie in Waltrop hatten sich unsere Damen einiges vorgenommen. Zudem stand noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, als die Wittener ein klares Tor (wäre das Unentschieden gewesen, statt dessen gab es zwei Minuten gegen mich und in Unterzahl einen Gegentreffer) gegenüber dem Schiedsrichter nicht zugaben und sich nach dem Spiel noch prächtig ob ihrer Unsportlichkeit amüsierten.

Das Ziel unseres Teams war natürlich ein Sieg für das Selbstvertrauen, insbesondere was die nicht leichte Situation in den kommenden Spielen betrifft. Schön war dann, dass der Gegner unsere "sämtlichen Pläne" für den Spielverlauf auch "brav" unterstützte. Die bekannte Rückraumschwäche des Gegners ermöglichte unserer Mannschaft mit einer wieder mal bärenstarken Iris im Tor zu einem guten Deckungsverband zu finden. Im Laufe des Spiels war die Abwehrarbeit Garant für den letztlich verdienten Sieg. Hier wurde verschoben, geredet, ausgeholfen und geblockt, was das Zeug hielt und wenn dann noch etwas durchging war es meist Beute unserer Torfrau. Im Angriff machte die erwartete "Manndeckung" nicht die Probleme, die unser Gegner gern gesehen hätte, lediglich der Abschluss gegen einen "Torwartriesen" gestaltete sich anfangs als Problem. Sehr erfreulich war aber die Ruhe und Geduld, die unser Team an den Tag legte; hier war der schnelle und deutliche Rückstand aus dem Hinspiel noch Warnung genug. So gestaltete sich die erste Halbzeit ganz schleppend dahin, wobei wir bis zum 4:4 stets in Führung gingen und oft durch kleine Unkonzentriertheiten oder schlechtes Rückzugverhalten den Ausgleich hinnehmen mussten. Die jeweiligen Führungen gelangen in der 7. / 16. / 18.!! / 20. und 24. Minute, wobei leider zahlreiche Alutreffer unserer Rückraumspielerinnen zu bedauern waren.

Mit einer 6:4 Führung ging es in die Pause und entgegen der Vorwoche standen wir sofort wieder hellwach auf dem Feld. Dennoch fiel das erste Tor erst wieder in der 9. Minute zum 6:5. Nach einigen unglücklichen Aktionen lag unsere Truppe nach 15:50 Minuten plötzlich mit 8:9 im Hintertreffen. Nach zwei "Wackelminuten" stand ab da jedoch ein Team auf dem Platzt, dass mit Zusammenhalt, Kampfeswillen und Entschlossenheit den Gegner ein ums andere Mal in Verlegenheit brachte. Bis zum 10:10 war es ein fast offener Schlagabtausch, wobei Witten von unseren Fehlern lebte. Danach machten wir hinten absolut dicht, Daggi hielt zudem einen Strafwurf, und vorne wurde ruhig aber konsequent die klare Chance gesucht und dann auch versenkt. Mit der totalen Manndeckung 3 Minuten vor Schluss tat uns ETSV dann den letzten und entscheidenen Gefallen - die Uhr lief für uns runter und wir sind mittlerweile soweit, einen Vorsprung auf diese Art und Weise zu halten. Neben Iris konnte Katrin nach ihrer langen Verletzung sowohl in Angriff als auch in der Deckung überzeugen.

"Insgesamt muss man der gesamten Mannschaft ein dickes Kompliment machen, das Waltropspiel war definitiv ein negativer Ausrutscher, den die Truppe heute eindeutig wett gemacht hat. Ich bin stolz auf diese Mannschaft."

WAZ, 24.01.2006

Ruhr Nachrichten, 24.01.2006



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 15.01.2006

Waltroper HV - bhc       12 : 9 (3 : 6)

Es spielten: Iris Bieber, Dagmar Sichmann, Kristina Böhme (2), Sabine Bornemann (4), Katharina Dietz, Anke Hennig (1), Katrin Lemke, Susanne Nessitt, Yvonne Seeliger, Daniela Walter, Karen Wolniak (1)

Das war der befürchtete Rückrundenstart, besser ausgedrückt: das war nichts! Nach der Weihnachtspause konnten unsere Damen das tolle Spiel gegen Recklinghausen in keinster Weise auch nur annähernd zeigen. In einer kalten Halle (Waltrop muss Heizungskosten sparen) zur besten Mittagszeit profitierte unser Team in der ersten Halbzeit noch vom Wurfpech und der Ungeduld der Gastgeber. Nach "holperigem" Spielbeginn mit Fehlern hüben wie drüben lagen unsere Damen mit 2:0 Toren in Front, bevor Waltrop den Spieß umdrehte und 3:2 in Führung ging. Danach konnte unsere Abwehr mit einer sicheren Daggi dahinter durch recht gute Arbeit viele Fehler der Waltroper provozieren und im Angriff einige (wenn auch viel zu wenige) Akzente setzen. In dieser Phase des Spieles wurde noch einigermaßen versucht, Druck auf die Abwehr des Gegners auszuüben und auch mal konsequent "zu ziehen". Der Lohn war eine 6:3-Pausenführung.

Im zweiten Abschnitt wurde zuerst weder eine Überzahl, noch Ballbesitz genutzt. Blöde Folge war, dass Waltrop schnell auf 5:6 verkürzte und anschließend beginnend im Angriff und später auch in der Abwehr nicht mehr viel zusammen lief. Nach dem 5:7 gelang unseren Damen innerhalb von 25 Minuten lediglich 1 !!! mickeriges Tor, hingegen machte Waltrop (trotz vieler Pfosten- und Lattentreffer und tollen Aktionen von Daggi) deren 7 und erlaubte sich zudem noch, 4 7m zu verwerfen. Der Treffer zum 12:9 war lediglich Ergebniskorrektur; entstanden aus der ersten 1:1-Aktion, in der bis zum Schluss gezogen wurde, in der zweiten Halbzeit - leider 30 Sekunden vor Schluss viel zu spät. "Nach der unglaublichen (sensationell tollen) Vorstellung meiner Mannschaft in Recklinghausen gab es heute eine genauso unglaubliche (absolut schlechte) Leistung in Waltrop. Jetzt heißt es, die Partie ganz schnell abharken, so schlecht werden wir als Team nicht noch einmal sein können und sein."

WAZ, 17.01.2006

Ruhr Nachrichten, 17.01.2006



Spiel vom 18.12.2005

PSV Recklinghausen - bhc      15 : 17 (4 : 9)

Es spielten: Iris Bieber, Dagmar Sichmann, Kristina Böhme (3), Sabine Bornemann (3), Katharina Dietz, Anke Hennig (3), Susanne Nessitt (1), Yvonne Seeliger (1), Daniela Walter (1), Karen Wolniak (5)

Das war schon ein "dickes Ding", was unser Team zum Jahresabschluss beim bis dato ungeschlagenen Tabellenführer hingelegt hat. Mit nur 6 Feldspielerinnen plus 2 Torfrauen (Susi und Yvi hatten kurzfristig in Menden bei der Ersten ausgeholfen und flogen direkt von dort aus ein) war die Vorgabe: nicht zu hoch verlieren und möglichst ohne Verletzungen in die "Winterpause" gehen. Doch es kam alles ganz anders (warum sich an die Trainervorgaben halten, wo man sich doch von dem Sofa gequält hatte. Wenn schon die Sonntagsruhe stören, dann muss es sich auch lohnen - oder Iris?!?) Da wir nichts zu verlieren hatten und der Gegner mit Spielerinnen aus dem Zweitligakader auftrat, hieß die Devise: nicht das Tempo vom Spitzenreiter mitgehen, lange spielen, auf Gegenstöße achten und möglichst viel Spaß haben - vor allen Dingen aber dem eigenen Trainer zeigen, dass man keinesfalls so chancenlos ist wie "dieser" es darlegte.

Relativ entspannt, wenngleich hoch motiviert ging unser Team ins Spiel und warf kontinuierlich ein Tor nach dem anderen. Anfangs noch ruhig lächelnd hingenommen, wurde unser Gegner immer nervöser uns verhaspelte sich mehrmals im eigenen Tempohandball oder scheiterte ein ums andere Mal an Iris, die an diesem Abend ihr bestes Spiel beim BHC machte, wenn nicht das Spiel ihres Lebens. Allerdings zeigten sich passend zur Jahreszeit alle Spielerinnen von ihrer "Schokoladenseite" und so staunten die doch recht zahlreich anwesenden Zuschauer nicht schlecht, als nach 8:08 Minuten auf der Anzeigetafel stand: 0:5 !!!!! Danach konnte Recklinghausen, meist durch dumme Ballverluste (schlecht geworfen oder technische Fehler), bis zur 16. Minute auf 3:5 verkürzen, scheiterte aber mit den Gegenstößen entweder an unseren zurücklaufenden Damen, hier ist Borne stark heraus zu heben, oder an Iris. Nach unserem Team-Time-out 12 Minuten vor der Halbzeit wurde dann auch wieder ruhiger und kontrollierter von unserem Team im Angriff gespielt, was sich sofort in Toren bezahlt machte und für einen nahezu unglaublichen Pausenstand von 4:9 sorgte.

Wenngleich sicher alle von der Sensation kurz geträumt haben, versuchten wir dennoch uns auf einen bombenstarken Gegner mit enormen Tempospiel und zahlreichen langen Pässen (wir erwarteten natürlich einen Torwartwechsel, saß mit Kirsten Lübbert doch ein TW aus der zweiten Bundesliga spielberechtigt auf der Bank) einzustellen. Zielsetzung für die zweite Hälfte war nun, den Gegner möglichst lange ärgern, weiter selbst den in Hälfte eins gezeigten Teamgeist und die Einsatzbereitschaft zu zeigen. Und obwohl wir im Gegensatz zu Recklinghausen nur zwei Auswechselspielerinnen hatten, gelang es durch unglaublichen Einsatz jeder Akteurin, Recklinghausen meist lange in der Abwehr arbeiten zu lassen - ohne Ballgewinn. So erzeugten wir beim Gegner eine Nervosität, die sich in deren oft überhasteten Spielaufbau für uns positiv auswirkte. Wenn der Gegner mal einen geordneten Spielaufbau suchte, stand unsere Abwehr, natürlich auch mit dem Gefühl einer bärenstarken Torfrau hinter sich, sattelfest. Endlich einmal wurde erzählt, geholfen und bis zur Erschöpfung gekämpft. Die Blickrichtung zur Anzeigetafel war Motivation pur und bewirkte,dass jede einzelne Spielerin über sich hinaus wuchs. Dies galt insbesondere auch für Kati, die ihr erstes Spiel machte und sich nahtlos einfügen konnte, es sah so aus, als ob sie schon lange dabei war - Glückwunsch zu so einem Einstand! Unser Gegner versuchte wirklich viel, haderte aber oft mit sich selbst oder dem Schiedsrichter, anstatt sich auf das Spiel und die eigenen Stärken zu konzentrieren. Diese Geschenke nahm unser Trupp sehr gerne an, konnte doch der Gegner nie ausgleichen. Natürlich wurden die letzten 5 Minuten zum einzigartigen Krimi. Recklinghausen warf bei 26:49 den Anschlusstreffer zum 14:15 und war ungleich frischer als unsere Damen, die allesamt wie "Rotbäckchen" über das Feld trollten. Allerdings war dieses oft von mir vermisste Aufbäumen spürbar, da war der absolute Siegeswillen in jedes einzelne Gesicht geschrieben und auch die Körpersprache zeigte Recklinghausen ganz deutlich, dass bis zum Schluss alles gegeben würde.

In einer Zitterphase nahm der gegnerische Trainer ca. 3 Minuten vor Ende (Gott sei Dank) ein Time-out. So konnten wir noch einmal viel trinken, ich ganz kurz taktische Anweisungen geben und hatte noch für die verbleibende Zeit "unsere grüne Karte" (was sich noch als sehr gut heraus stellen sollte). Unsere Taktik war besser, wir kassierten nicht den Gegentreffer und konnten bei 29:05 wieder mit zwei Toren führen. Aber bereits 10 Sekunden später stand es 15:16 und von der anderen Seite war zu vernehmen: Jeder einen!

Jetzt kam unsere Auszeit, die Vorgabe an die Schlussphase von Ende zu denken, kurze Laufwege und die feste Überzeugung, zumindest einen Punkt zu holen. Die Laufwege wurden eingehalten, Tina krönte ihre tolle Leistung mit einem herausgeholten 7m-Strafwurf, den Henne 14 Sekunden vor dem Abpfiff sicher im gegnerischen Tor unter dem Jubel ihrer Mitspielerinnen versenkte. PSV blieb noch ein direkter Freiwurf, der vom Innenpfosten zurück sprang.

Unsere Mädels hingegen konnten sich nach einer überragenden Leistung über zwei völlig unerwartete Punkte und die Erkenntnis freuen, dass man nicht immer gut geführte Spiele am Ende mit einem Tor verliert. "Mit dieser Leistung haben sich unsere Damen selbst und uns Verantwortlichen ein tolles Weihnachtsgeschenk gemacht. Meine Truppe schafft es immer wieder mich in Erstaunen zu versetzen und zu begeistern. Das war eine tolle Hinrunde mit einem schon fast sicheren Klassenerhalt."

WAZ, 20.12.2005

Ruhr Nachrichten, 20.12.2005



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 11.12.2005

bhc - DJK Blau-Weiß Annen       15 : 16 (5 : 5)

Es spielten: Iris Bieber, Dagmar Sichmann, Kristina Böhme (2), Sabine Bornemann (4), Anke Hennig (1), Susanne Nessitt (1), Anke Schneider (1), Yvonne Seeliger (4), Daniela Walter, Karen Wolniak (2)

Da fehlte nur wenig, und unser Team hätte sich oben "festsetzen" können. Im Endeffekt waren zu viele vergrippte Leute, 8 Holztreffer und unmögliche Schiedsrichterentscheidungen dann doch zuviel, um gegen den Tabellenzweiten zu gewinnen. Dabei konnten unsere Damen durch eine gute Abwehrleistung den Gegner gut in Schach halten und führten bis zur 22. Minute verdient mit 5:3. Danach versuchte sich Annen mit "Gewalthandball" und konnte bis zur Pause ausgleichen.

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nur geringfügig. Kurze Deckungen auf beiden Seiten trugen nicht zu einem schön anzusehenden Spiel bei, der rutschige Boden machte sein übriges. Doch trotz körperlicher Schwächung, dem Vergeben von guten Möglichkeiten und Kassieren von blöden Gegentreffern gelang es der Mannschaft, bis zur 40. Minute immer wieder in Führung zu gehen. Annen setzte sich erstmals Mitte der zweiten Halbzeit mit 2 Toren etwas ab und konnte den Vorsprung Dank reichlicher Unterstützung des "Unparteiischen" zwischen der 50. und 58. Minute dann immer wieder auf 3 erhöhen. In dieser Zeit waren unsere Damen immer (bis zum Abpfiff) auf einen Treffer heran. Warum Annen Schrittfehler und Fußspiel nicht mehr abgepfiffen wurden, sondern bei völlig freiem Torwurf unser Team einige Zeitstrafen inklusive Strafwurf kassierte, während auf der anderen Seite teilweise noch nicht einmal ein Freiwurf zugesprochen wurde bleibt sicherlich das bestgehüteste Geheimnis des "schwarzen Mannes".

Nach dem nicht so guten Abwehrverhalten in den beiden letzten Spielen, war eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen - gegen Brachialgewalt ist jedoch (zudem bei solch einem Schiri) in unserer Mannschaft kein Kraut gewachsen. Wenn wir unsere Torchancen besser nutzen, sind auch solche Gegner schlagbar.
"Man darf gar nicht darüber nachdenken, wo die Mannschaft ohne Verletzte und Kranke stehen könnte. Es ist sehr schade, dass der tolle Einsatz aller Spielerinnen nicht zu einem Punktgewinn gereicht hat."

WAZ, 14.12.2005

Ruhr Nachrichten, 13.12.2005



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 04.12.2005

TuS Ende 2 - bhc       21 : 22 (9 : 12)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme (3), Sabine Bornemann (9/4), Anke Hennig (1), Susanne Nessitt, Anke Schneider (1), Yvonne Seeliger (3), Daniela Walter, Karen Wolniak (4)

Puhh, das war Schwerstarbeit! Dabei war der Gastgeber sicher nicht so schlecht wie sein Tabellenplatz, unser Team hatte aber einen noch schlechteren Tag als in der Vorwoche erwischt. In der Abwehr wurde nur gut gearbeitet, wenn Ende versuchte gruppentaktisch zu agieren; hingegen stand unser Team ziemlich hilflos bei 1:1 Aktionen und beim Umschalten von Angriff auf Abwehr da. Bis zum 4:4 lagen unsere Damen stets in Führung, konnten sich aber in keiner Phase absetzen. Dies lag neben einer mangelhaften Trefferquote auch daran, dass sich kaum eine Spielerin an die Vorgaben hielt und ein direkter Siegeswillen kaum auszumachen war. So glich Ende unsere Führungstreffer immer wieder mit simpler Spielweise und durch "Bauerntricks" aus. Hoffnung auf eine bessere zweite Hälfte keimten in den letzten 5 Minuten der ersten Hälfte auf, als wir vom 9:9 auf 12:9 "weg zogen". Doch obwohl wir in Überzahl beginnen konnten, kam unser Gastgeber schnell wieder zum Ausgleich (15:15 nach 10 Minuten).

Die harte Gangart des Gegners, der Tina früh zum Opfer fiel und zu einer langen Pause zwang, die nahezu jede unserer Spielerinnen traf, zollte zum Teil unnötigen Respekt ab. Obwohl sich jede bemühte und auch unverkennbar reinhängen wollte, gelang nur wenig, dennoch schaffte Ende zwar ständig den Ausgleich, konnte aber selbst nur einmal (17:16) in Führung gehen. Die Schlussphase war dann schon als dramatisch anzusehen. Nach 55:34 Minuten schafften wir wieder einmal einen 2-Torevorsprung (18:20) - Gegentor bei 56:00 - nach 57:53 warf Schröder von der Eckfahne dem Torwart durch die Hände ins lange Eck: 19:21. Wer glaubte, nun könnte man das Spiel nach Hause schaukeln sah sich getäuscht. Einem Gegentor (mit wenigstens 8 Schritten am Kreis und 2 unserer Spielerinnen entlang) bei 58:23 folgte ein Kraftakt von Tina zum 20:22 nach 58:59, was noch immer nicht den Sieg bedeuten sollte. Denn, was Schröder konnte, konnte auch eine Ender Spielerin: Wurf von der Eckfahne, Tor zum 21:22 und die Uhr zeigte 58:20 an. Der Trainer von Ende beorderte daraufhin seine Spielerinnen zur Manndeckung. Bei Nahme der grünen Karte waren noch 28 Sekunden zu spielen, die unser Team dann souverän herunterspielte und so zwei wichtige Punkte mit nach Hause nehmen durfte.

"Nach der letzten Woche hatte ich nicht gedacht, dass wir noch schlechter spielen können, allerdings musste ich wieder einmal lernen, dass ich meine Frauen nicht unterschätzen sollte :-)! Zum Glück haben sich die Mädels in den letzen Sekunden hundertprozentig an die Vorgaben gehalten und den Ball nicht noch einmal verspielt."

WAZ, 06.12.2005

Ruhr Nachrichten, 06.12.2005



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 27.11.2005

bhc - SC Huckarde-Rahm       22 : 14 (11 : 7)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme (7), Sabine Bornemann (6), Anke Hennig, Susanne Nessitt, Anke Schneider (3), Isabell Schöpke, Yvonne Seeliger, Daniela Walter (1), Karen Wolniak (5)

Hauptsache gewonnen! Das war eine eher magere Kost, die unsere Damen zeigten, dennoch muss man auch solche Spiele erst gewinnen und wenn am Ende ein Sieg zu Buche steht, ist alles gut.

Nach einem konzentrierten Start mit einer 5:1-Führung hatten wohl viele (Spielerinnen und Zuschauer) das Spiel schon abgeharkt. Nach dem ersten Fehlversuch einer 100 %igen Chance fing unser Team völlig unnötig an zu "flattern". Schlechte Pässe, unnötige Gegentore, Verkrampfung pur - so plätscherte unser Spiel bis zum 11:5 (dreieinhalb Minuten vor der Pause) so dahin. Durch eine, mal wieder unglückliche, Abwehraktion kassierten wir einen 7m-Strafwurf und eine 2 Minutenstrafe, nach Ballverlust sogar den Anschlusstreffer zum 11:7-Halbzeitstand.

Alle Bemühungen in der Halbzeit, die Mädels wach zu rütteln und zu motivieren, zeigten erst einmal den Umkehrschluss. Zwei schnelle Tore des Gegners machten die Sache beim 11:9 noch einmal ganz spannend, Huckarde spürte die zweite Luft, unser Team wackelte. Dies aber nur ganz kurzfristig, denn über 13:10 und 14:11 zogen wir vorentscheidend auf 20:11 davon. In dieser Phase zeigte sich dann auch endlich Karen von ihrer besseren Seite und versenkte sicher alle Strafwürfe. Die sonst so starke Abwehr konnte nicht an die guten Spiele der Vorwochen anknüpfen und auch Iris pendelte zwischen gut und böse, war aber in den entscheidenen Momenten bärenstark. Stark agierten hingegen Tina und Schröder in Angriff und Abwehr sowie Dani, die sich kontinuierlich aber langsam steigert. Dem Rest der Mannschaft kann man keine Vorwürfe machen, der Teamgeist war da und auch über den Einsatz kann man nicht meckern.

"Lieber mal schlecht spielen und dennoch deutlich gewinnen, als ein Superspiel zu machen und knapp zu verlieren! Trotz eines (mal wieder) Neuaufbaus der Mannschaft und einigen Langzeitverletzten hat die Truppe 11:5 Punkte auf ihrem Konto - eigentlich eine tolle Sache."

WAZ, 30.11.2005

Ruhr Nachrichten, 29.11.2005



Kreispokal-Spiel vom 22.11.2005

VfL Niederwenigern - bhc       9 : 13 (4 : 9)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme (1), Sabine Bornemann (5), Silke Helm (1), Anke Hennig (1), Birgit Huck (2), Susanne Nessitt, Anke Schneider, Isabell Schöpke (1), Karen Wolniak (2)

"Ein typisches Pokalspiel!" Das war die einhellige Meinung bei den bhc-Damen. Nach einem eher mäßigen Spiel gegen den Kreisligisten aus Hattingen zieht die Mannschaft nun in die 3. Runde des Kreispokals ein.
Die Auslosung findet Ende Dezember statt.

Ruhr Nachrichten, 26.11.2005




Helmut Reimus, Ersatzcoach

Spiel vom 12.11.2005

DJK Saxonia Dortmund - bhc       15 : 27 (7 : 14)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme (7/1), Sabine Bornemann (10/4), Birgit Fleckes, Susanne Nessitt (1), Anke Schneider (2), Yvonne Seeliger (1), Daniela Walter (1), Karen Wolniak (5/1)
Dank an Gabi Scheibel und Birgit Fleckes aus der Dritten, die jederzeit für einen Einsatz bereit stand.

Die Vorzeichen für das Spiel waren nicht sehr positiv. So hatte sich Katrin Lemke im letzten Spiel schwerer verletzt als gedacht und konnte nur von der Bank aus zuschauen. „Henne“ im Urlaub. So musste Birgit Fleckes aushelfen.

Doch unsere Mannschaft war von der Minute an konzentriert und so wurde innerhalb von 15 Minuten das Spiel entschieden. Bis zu diesem Zeitpunkt ließ Iris hinter einer sehr guten Abwehr nur ein Tor zu. Im Angriff wurden dafür 9 Tore geworfen. Die Körpersprache sagte alles: hängende Köpfe auf Seite der Dortmunderinnen, aufrechte Position auf unserer Seite. Eine kurze Phase der Unkonzentriertheit wurde durch ein Time-Time-Out mit einer kurzen deutlichen Ansprache beendet. Das Spiel war wieder auf der richtigen Spur. So kam es zu einem Halbzeitstand von 7:14.

Dieser deutliche Torabstand wurde in der zweiten Halbzeit noch vergrößert. Borne verteilt mit großem Druck auf die Abwehr die Bälle. Dadurch wurde die gegnerische Abwehr gezwungen offensiver zu decken, was Tina am Kreis ausnutzte. Yvi trieb das Spiel an. Wenn die Außen (Dani, Schröder und Susi) Druck machten, kam Karen mit ihren Würfen aus dem Rückraum zum Zuge. Mitte der zweiten Halbzeit stellte Saxonia auf eine 3:0 + 3 Abwehr um. Die erste Verwirrung führte zu einer Ergebnisverbesserung um 3 Tore. Doch dann setzte sich die größere Routine und Übersicht unserer Mannschaft durch. „Schröder“ war in dieser Phase nur durch 7-Meter-reife Foul zu bremsen. Diese wurde (fast) alle sicher verwandelt (6 von 7). Die drei „fraugedeckten“ Spielerinnen brachten durch ihr großes Laufspiel das Konzept des Gegners zum Kippen. Der Torabstand wuchs wieder an und endete im Endstand von 15:27.

Insgesamt ein beeindruckendes, überlegen geführtes Spiel. Der mannschaftlichen Geschlossenheit hatte unser Gegner nichts entgegen zu setzen.

Ruhr Nachrichten, 15.11.2005

WAZ, 15.11.2005



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 09.11.2005

bhc - VfL Gladbeck       22 : 15 (11 : 8)

Es spielten: Iris Bieber, Dagmar Sichmann, Kristina Böhme (1), Sabine Bornemann (6), Anke Hennig, Katrin Lemke (2), Susanne Nessitt (2), Isabell Schöpke, Yvonne Seeliger (5), Daniela Walter (1), Karen Wolniak (5)

Glückwunsch Mädels, das war genau die richtige sportliche Antwort auf die unglückliche Niederlage in Haltern.
Zum "Heimspiel" in Gladbeck reiste unser Team zwar mit einer Mischung aus Frust und Wut ob der Niederlage vom Samstag, aber hoch motiviert und voll konzentriert nach Gladbeck an. Auch die späte Anwurfzeit und die unbefriedigende Aufwärmmöglichkeit steckte unser Team weg. Von Beginn an wurde ruhig aber druckvoll agiert und der Gegner immer wieder zu Fehlern gezwungen. Der frühe verletzungsbedingte Ausfall von Katrin nach nicht einmal zehn Minuten war zwar bitter, erzeugte im Team aber eine "jetzt erst recht"-Reaktion. Zudem ließen sich unsere Damen auch von der rauen Gangart ihrer Gegnerinnen, hier wurde eigentlich jede Spielerin auf ihre Schmerzgrenze geprüft, nicht beeindrucken, sondern spielten ihren Stiefel konsequent herunter. Nach einer für unsere Verhältnisse schnellen 2:0-Führung warf sich unsere Mannschaft über 3:2, 6:4, 9:6 zur 11:8-Pausenführung.

Nach dem Anschluss zum 11:9 machte unser Team dann so richtig Druck und hatte Mitte der zweiten Halbzeit einen komfortablen Vorsprung (19:9) zu Buche stehen. Sicherlich hatten wir bei einigen Aktionen des Gegners Glück mit dessen Abschluss, aber Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige. Die Art und Weise, wie unsere Damen ihre Tore erzielten, hier wurde ansehnlich kombiniert und der Gegner ein ums andere Mal ins Leere laufen gelassen, war aller Ehren wert. Nicht nur unsere gegnerischen Spielerinnen zeigten Nerven, auch der Trainer hatte keine taktischen Mittel gegen unser Spiel und verlor die Nerven. Die Schuld an der sich abzeichnenden Niederlage beim Schiedsrichter zu suchen endete letztlich in 2 x 2-Minutenstrafen und einer roten Karte. Nach dem 22:11 Treffer in der 52. Minute ließen unsere Damen (einerseits verständlich, für einen Trainer wie mich aber "ärgerlich") die Zügel etwas schleifen und gestatteten Gladbeck eine Ergebniskorrektur zum 22:15 Endstand. Der Jubel über diese zwei Punkte war zwar gerechtfertigt, die Tatsache, dass eine weitere Stammspielerin länger ausfällt machte aber schon traurig.

Aus einer wieder einmal sehr homogen auftretenden Truppe sind Susi, die trotz teils grobem Foulspiel nie zurück steckte, Tina als "Superblocker" und Iris zu nennen, zudem war wichtig, dass Isi noch direkt von der Arbeit zum Spiel "einflog". "Abgesehen von den letzten 3 Minuten mit 4 Gegentoren war ich mit dem Spiel schon zufrieden. Es geht natürlich noch besser und optisch schöner, aber....... wir reden von Bezirksliga, ich weiß ja!?!"

Ruhr Nachrichten, 12.11.2005



Helmut Reimus, Ersatzcoach

Spiel vom 05.11.2005

HSC Haltern-Sythen - bhc       18 : 17 (11 : 11)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme, Sabine Bornemann (4), Anke Hennig, Katrin Lemke (4), Susanne Nessitt (1),Anke Schneider (2), Daniela Walter, Karen Wolniak (6) Dank an Gabi Scheibel, die jederzeit für einen Einsatz bereit stand.

Ein spannendes ausgeglichenes Spiel ging für uns unglücklich zu Ende. In allerletzter Sekunde (59:59) kassierten wir den entscheidenden Treffer. So fand das Spiel doch noch einen glücklichen Sieger. Leider zu unseren Ungunsten.

Das ganze Spiel über gab es keinen entscheidenden Vorteil für einen der gleichwertigen Gegner. Das Spiel wogte hin und her. So stand es zur Halbzeit 11:11. Fast alle hatten sich bis dahin in die Torschützinnenliste eingetragen. Als Schröder (Sch.. Sch.. ich kann es nicht sagen) dann auf der linken Außenbahn zwei Tore in Folge warf, wurde sie „manngedeckt“. Dies muss wohl den gegnerischen Trainer in der Halbzeit auf die Idee gebracht haben in der zweiten Halbzeit auch mit Fraudeckung zu spielen. Eine Spielerin von uns (meist Borne) wurde kurz gedeckt. Unser Angriffspiel wurde dadurch gehemmt. So wurden auch in der zweiten Halbzeit weniger Tore geworfen. Doch unsere gute Abwehr brachte die gegnerische Mannschaft zum Verzweifeln. Viele Würfe wurden vom Mittelblock entschärft. Was dann noch durchkam war sichere Beute von Iris im Tor. Diese hielt in einer entscheidenden Phase auch einen hart geworfenen 7-Meter. Karen drehte (zeitweise überdrehte) jetzt auf und ließ in der zweiten Halbzeit 4 Tore folgen.

Insgesamt ein spannendes Bezirksligaspiel, das (Haltern möge es mir verzeihen) eigentlich keinen Sieger verdient hat.

Ruhr Nachrichten, 08.11.2005

WAZ, 08.11.2005





Spiel vom 26.10.2005

TuS Ickern - bhc       17 : 22 (8 : 13)

Es spielten: Iris Bieber, Dagmar Sichmann, Kristina Böhme (5), Sabine Bornemann (4), Anke Hennig, Katrin Lemke (5/2), Susanne Nessitt (3), Isabell Schöpke (3), Yvonne Seeliger (1), Daniela Walter, Karen Wolniak (1)

WAZ, 02.11.2005

Ruhr Nachrichten, 29.10.2005


Vorbericht WAZ, 26.10.2005



Spiel vom 25.09.2005

bhc - SG HC Dortmund-Süd       19 : 13 (7 : 4)

Es spielten: Iris Bieber, Kristina Böhme (4), Sabine Bornemann (2), Anke Hennig, Nina Kruse (2), Katrin Lemke (4/3), Susanne Nessitt (1), Denise Schwitzer, Yvonne Seeliger (5), Daniela Walter, Karen Wolniak (1)

Ruhr Nachrichten, 27.09.2005




WAZ, 27.09.2005



Spiel vom 18.09.2005

ETSV Witten 2 - bhc       15 : 11 (9 : 5)

Es spielten: Iris Bieber, Dagmar Sichmann, Kristina Böhme (2), Sabine Bornemann (3), Nina Kruse (1), Katrin Lemke (4/3), Susanne Nessitt, Denise Schwitzer, Yvonne Seeliger (1), Daniela Walter, Karen Wolniak

Ruhr Nachrichten, 20.09.2005





WAZ, 21.09.2005



Kordula Breitsprecher

Spiel vom 11.09.2005

bhc - Waltroper HV       16 : 16 (7 : 6)

Es spielten: Iris Bieber, Dagmar Sichmann, Kristina Böhme (1), Sabine Bornemann (4), Nina Kruse (3), Katrin Lemke (3), Susanne Nessitt (1), Denise Schwitzer, Yvonne Seeliger (2), Daniela Walter, Karen Wolniak (2)

Punkt (-gewinn/-verlust???) gegen starken Aufsteiger

Mit der Zweitvertretung aus Waltrop stellte sich der erwartet starke Aufsteiger (zu null) in Bochum vor. Dass letztendlich ein gerechtes Remis für beide Teams zu Buche steht, ist aus unserer Sicht der Willensstärke und Kampfeskraft unserer Damen und der tatkräftigen "Unterstützung" des gegnerischen Trainers zu verdanken.

Unsere Damen gingen hoch motiviert in den Saisonauftakt, wurden dann aber von der wurfgewaltigen Rückraumschützin aus Waltrop förmlich überlaufen, so dass nach 7 Minuten wir uns einen 0:4-Rückstand eingefangen hatten. Dies hätte in früheren Zeiten sicherlich eine Vorentscheidung bedeutet, gegen Waltrop zeigte die Truppe aber Kämpferqualität und behielt zudem Ruhe. Nach Umstellung der Deckung hatte der "Waltroper Bomber" nicht mehr so viel Freiheiten gegen eine größenmäßig völlig unterlegene Borne, die aber durch frühzeitiges Teckling die Spiellaune ihrer Gegnerin spürbar dämpfte. Dies gab dem gesamten Deckungsverband mit zunehmender Spielzeit mehr Sicherheit und übertrug sich auch prompt auf die Angriffsaktionen. Über 1:5 und 3:6 konnte unser Team bis zur Halbzeit sich eine 7:6-Führung erkämpfen. Wären nicht bereits zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zählbare Pfosten- und Lattentreffer zu bedauern gewesen, wer weiß, ob es noch eine so spannende 2. Hälfte gegeben hätte.

Direkt nach der Pause knüpfte unsere Mannschaft an den ersten Durchgang an. Die Abwehr vor einer sicher agierenden Torfrau Iris Bieber in ihrem ersten Spiel für den bhc arbeitete überzeugend und im Angriff wurden die Torgelegenheiten gut heraus gespielt, allerdings nur zweimal im Netzt untergebracht - Pfosten und Latte blieben größter "Feind" unserer Frauen. Sicherlich ein wenig genervt und gefrustet wollten es dann einige mit der Brechstange versuchen, dieser Schuss ging aber nach hinten los, innerhalb von 90 Sekunden schlug "der Bomber" zweimal zu und Waltrop war wieder dran (9:8) und konnte Mitte der Halbzeit zum 11:11 ausgleichen. Danach ging es immer eng zu, die einzige 2 Tore-Führung gab es noch beim 14:12, wobei wir stets ein Tor vorlegten und 40 Sekunden vor Schluss beim Stande von 16:16 in Ballbesitz die Chance zum Sieg hatten, für das Unentschieden aber zumindest "den Sack zu machen" mussten. Doch es kam natürlich ganz anders: Durch einen Abspielfehler kam Waltrop ca. 30 Sekunden vor Schluss in Ballbesitz und wurde (Gott sei Dank) in der schellen Vorwärtsbewegung durch die grüne Karte vom eigenen Trainer jäh gestoppt. Dies gab uns die Möglichkeit, die Abwehr noch einmal gezielt zu stellen. Der 1 Sekunde vor Spielende zugesprochene Freiwurf hätte noch einmal für Gefahr sorgen können, hätte ...... - na ja, ist ja völlig egal und nicht unser Bier. Wir haben den ersten Punkt gegen den Abstieg errungen und müssen nun sehen, dass wir vor der Herbstpause uns weiter steigern können.

Eine Spielerin besonders hervorheben kann man nicht, dazu war die mannschaftliche Geschlossenheit und der Einsatz jeder Akteurin zu vordergründig. Dennoch sollte man nicht versäumen, unseren Neuzugängen ein Kompliment ob ihres guten Einstandes zu machen.

Ruhr-Nachrichten, 13.09.2005



WAZ, 14.09.2005






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